Heimweh und falsche Abzweigung (Essay von Dushan Wegner)

Dushan Wegner

Ich las bei Musil von einem besonderen Heimweh. Ich überlas die Stelle erst, doch sie hakte sich in mir fest. Eine Saite schwang und klang in mir, und als ich eine oder zwei Seiten weiter gelesen hatte, musste ich zurückblättern, und tatsächlich: Er zupfte nochmal an derselben Saite in mir, dieser Satz. Es ist ja nicht einmal ein vollständiger Satz. Das finite Verb fehlt, was dieser Passage etwas Infinites gibt, etwas Unabgeschlossenes (um nicht »Unendlich« zu sagen, schlicht aus Respekt vor so hohen Worten).

Ich las bei Musil von einem besonderen Heimweh. Ich überlas die Stelle erst, doch sie hakte sich in mir fest. Eine Saite schwang und klang in mir, und als ich eine oder zwei Seiten weiter gelesen hatte, musste ich zurückblättern, und tatsächlich: Er zupfte nochmal an derselben Saite in mir, dieser Satz. Es ist ja nicht einmal ein vollständiger Satz. Das finite Verb fehlt, was dieser Passage etwas Infinites gibt, etwas Unabgeschlossenes (um nicht »Unendlich« zu sagen, schlicht aus Respekt vor so hohen Worten).

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