Wollen wir, nicht wahr (Essay von Dushan Wegner)

Dushan Wegner

Ja, wir haben beide recht und, um uns dessen nicht unwiderleglich bewußt zu werden, wollen wir, nicht wahr, lieber jeder allein nach Hause gehn. – Der Satz, den Sie eben lasen, also der Anfang dieses Essays, liebe Leser, ist der letzte Satz aus Kafkas kurzer Erzählung »Die Abweisung«.

Es ist das Ende eines Textes, der wie eine Parabel klingt, doch sehr konkret klingt (wenn auch das Gesprochene beider Beteiligten nur im Kopf des Erzählers gesprochen wird).

Wenn es aber eine Parabel wäre, wofür sollte es stehen? Ist es die Parabel einer klügeren Zeit, wenn Menschen sich einigen konnten, jeder auf seine Weise richtig zu liegen, und doch in den Meinungen wohl nicht kompatibel zu sein, und um sich zumindest die Option auf spätere Neubewertung offen zu lassen, in Frieden auseinander zu gehen beschließen?

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