Die Nato wird zum weltweiten Schutzbund demokratischer Staaten

Tichys Einblick

Nicht selten in der Geschichte ist es so gewesen, dass radikale Umbrüche erst deutlich später als solche wahrgenommen wurden. Gut möglich, dass der 29. Juni 2022 eines Tages als ein solches Datum in den Geschichtsbüchern steht. Denn er markiert nicht nur die Wiederbelebung eines bereits für hirntot erklärten Militärbündnisses (Macron), sondern versieht dieses auch mit einer neuen, globalen Strategie, die weit über das bisherige hinausgeht.

Am 29. Juni 2022 veröffentlichte das nordatlantische Verteidigungsbündnis, kurz Nato, ihr „Strategic Concept“ für die kommenden Dekaden. Es markiert eine Zeitenwende nicht nur deshalb, weil die bislang trotz aller Differenzen als Partner definierte Russische Föderation (RF) ausdrücklich zur „größten Bedrohung“ der Nato-Staaten erklärt wird. Damit steht fest: Die klassische Konfrontationslinie, einst in klassischer eurozentrischer Sicht als Ost-West-Konflikt bezeichnet, ist wieder da. So, wie manche behaupten mögen, Putin habe mit seinem vertragsbrüchigen Verhalten in Sachen Mittelstreckenraketen und Ukraine-Überfall der Nato neues Leben eingehaucht, stabilisiert nun wiederum die erstarkte Nato über die von Putin kultivierte Paranoia das oligarchengestützte, russische Autokratiesystem.

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